Aktuelles

20.10.11

Pressemitteilung

Bundeskonferenz PiA: Reform der Psychotherapeutenausbildung überfällig

Reform der Psychotherapeutenausbildung ist überfällig. Das stellte die 5. Bundeskonferenz der Psychotherapeuten in Ausbildung (Bundeskonferenz PiA) am 27. 9. in Berlin fest. „Zwei Probleme müssen dringend gelöst werden“, erklärte Robin Siegel, neuer Sprecher der Bundeskonferenz PiA.  

Erstens wird die klinische Arbeit während der praktischen Tätigkeit der PiA nach wie vor schlecht oder gar nicht bezahlt, obwohl eine qualitativ hochwertige Arbeit durchgeführt wird und eine exzellente Qualifikation erworben wird. Dieser Misstand muss dringend behoben werden.  

Zweitens sei nach der Umstellung der Studiengänge auf die Bachelor- und Mastersystematik nicht mehr klar, was angehende Psychotherapeuten an einer Universität oder Fachhochschule studieren müssen, um zu einer postgraduale Psychotherapeutenausbildung zugelassen zu werden. „Die Zahl der Studierenden in den neuen Studiengängen wächst rasant. Für sie brauchen wir konkrete und bundeseinheitliche Regelungen. Wir fordern daher eine baldige Klärung der Zugangsvoraussetzungen, die die bisherigen Zugänge ausgewogen berücksichtigt.“, so Siegel. 

Die Bundeskonferenz PiA ist das Treffen der Landessprecher der Psychologischen Psychotherapeuten in Ausbildung und der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten in Ausbildung. Robin Siegel aus NRW wurde zum neuen Sprecher gewählt. Stuart Massey Skatulla (Hessen) und Wiebke Rappen (Bremen) wurden in ihren Ämtern als stellvertretende Sprecher für ein weiteres Jahr bestätigt.


Für die Bundeskonferenz  PiA,

Stuart Massey Skatulla, Wiebke Rappen, Robin Siegel


20.10.2011

Identität und Perspektiven der Bundeskonferenz PiA

Am 27.09.2011 fand in der BPtK Geschäftsstelle die 5. Bundeskonferenz PiA statt.

Dabei handelt es sich um das Treffen der LandessprecherInnen von Kinder- und
JugendlichenpsychotherapeutInnen in Ausbildung (KJPiA) und Psychologischen
PsychotherapeutInnen in Ausbildung (PPiA). Es waren 18 PiA-Vertreter aus elf
Bundesländern anwesend. Zentrales Anliegen war eine Abstimmung über das
Selbstverständnis und die Weiterentwicklung der Bundeskonferenz PiA. Neben der
Sprecherwahl der Bundeskonferenz PiA stand die Diskussion über die Erarbeitung
eines Leitfadens der Bundeskonferenz PiA im Mittelpunkt.

Nach der Begrüßung informierten Herr Lehndorfer vom Vorstand der BPtK sowie die
Mitarbeiter der Bundesgeschäftsstelle, Herr Klein-Heßling und Herr Schopohl, über
die aktuellen Entwicklungen des GKV-Versorgungsstrukturgesetzes und der
Psychotherapieausbildungsreform. Sie gaben darüber hinaus auch einen Ausblick
auf momentane und künftige Einsatzgebiete für Psychotherapeuten. Die bisherige
Entwicklung der Bundeskonferenz PiA und die Zusammenarbeit wurden begrüßt.
Im Anschluss wurden die Einflussmöglichkeiten der Bundeskonferenz PiA sowie der
einzelnen LandesprecherInnen in ihren Bundesländern diskutiert. In diesem
Austausch wurde deutlich, welche Impulse von der Bundeskonferenz PiA bisher
ausgegangen sind und welche in Zukunft ausgehen können. Als Beispiele sei hier
die Mobilisierung von PiA´s zur Sensibilisierung von Bundestagsabgeordneten für die
dringend notwendige Nachbearbeitung des Versorgungsstrukturgesetzes genannt.
Außerdem wurden neueste Reaktionen der Medien zur prekären
Ausbildungssituation gesichtet und diskutiert.

Es bleibt ein Anliegen der Bundeskonferenz PiA, auf die weiterhin
höchstproblematischen Ausbildungsbedingungen aufmerksam zu machen. Aufgrund
der schwierigen Ausbildungssituation, insbesondere während der praktischen
Tätigkeit, die immer noch überwiegend schlecht oder gar nicht bezahlt wird, sollte
das Thema auch im Berufsstand sowie öffentlich weiter diskutiert werden. Darüber
hinaus wünscht sich die Bundeskonferenz PiA eine baldige und wohlwollende
Einigung bezüglich der Zugangsvoraussetzungen für eine künftige
psychotherapeutische Ausbildung, da immer mehr Studierende mit Master-Abschluss
konkreter Regelungen bedürfen.

Für das kommende Jahr wurde Robin Siegel (NRW-PP-VT) zum neuen Sprecher der
Bundeskonferenz PiA gewählt. Stuart Massey Skatulla (Hessen-KJP-TP) und Wiebke
Rappen (Bremen-PP-VT) wurden in ihren Ämtern als stellvertretende Sprecher für
ein weiteres Jahr bestätigt.
Die Verfahrensweisen und Ziele der Bundeskonferenz PiA sollen bis zur nächsten
Bundeskonferenz am 20. März 2012 verschriftlicht und dort gemeinsam abgestimmt
werden.

Für die Bundeskonferenz PiA,

Stuart Massey Skatulla,
Wiebke Rappen,
Robin Siegel.

15.05.11

Vorstand der Bundespsychotherapeutenkammer gewählt

18. Deutscher Psychotherapeutentag setzt auf Kompetenz und Kontinuität
Berlin, 14. Mai 2011: Der 18. Deutsche Psychotherapeutentag hat den bisherigen Vorstand
der Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK) erneut für vier Jahre in seinem Amt
bestätigt. Die deutsche Psychotherapeutenschaft entschied sich damit für Kompetenz
und Kontinuität in der Berufspolitik. Alter und neuer Präsident ist Prof. Dr. Rainer Richter.
„Unser Ziel ist eine bessere Versorgung psychisch kranker Menschen. Mit einer Reform
der Bedarfsplanung haben wir die Chance, monatelange Wartezeiten auf einen psychotherapeutischen
Behandlungsplatz zu verkürzen“, erklärt BPtK-Präsident Richter. „Wie
bereits in der letzten Amtsperiode werden wir uns zudem für eine Reform der Psychotherapeutenausbildung
einsetzen. Das deutsche Gesundheitssystem braucht qualifizierte
Psychotherapeuten. Wir sind daher überzeugt, dass wir gemeinsam mit der Bundes- und
Landespolitik Wege finden werden, das heute erreichte hohe Qualifikationsniveau weiter
zu sichern und für angehende Psychotherapeuten angemessene Ausbildungsbedingungen
zu schaffen.“ Als Vizepräsidenten wurden Monika Konitzer und Dr. Dietrich Munz und
als Beisitzer Andrea Mrazek, M.A., M.S., und Peter Lehndorfer wiedergewählt.

 

09.05.2011

Bericht zum 8. PiA-Forum NRW am 10. April 2011

Am 10. April 2011 fand in Münster das 8. PiA-Forum NRW statt. Zentral waren dabei sowohl inhaltliche Punkte, als auch die jährliche Neuwahl der LandessprecherInnen und des Sprechergremiums. Das Treffen findet seit 2008 zweimal jährlich statt, um den "PiAs" die Möglichkeit zu geben, sich auszutauschen, gemeinsame Interessen zu formulieren und ihre Sprecher zu wählen, welche z.B. gegenüber der Landes- und Bundespsychotherapeutenkammer (LPtK bzw. BPtK) die Interessen des Nachwuchses vertreten. Als Sprecher wurde Robin Siegel in seinem Amt bestätigt, auch Felix Jansen wurde als Stellvertreter wiedergewählt. Johannes Geuter wurde für die nicht mehr zur Wahl angetretene Judith Seha gewählt, die vor dem erfolgreichen Abschluss ihrer Ausbildung steht. Das PiA Forum NRW bedankt sich bei Judith Seha für die erfolgreiche und konstruktive Arbeit in den vergangenen zwei Jahren. "Wir freuen uns auf die künftige Zusammenarbeit", sagte Robin Siegel, "unsere Interessengebiete ergänzen sich optimal. Wir wollen jetzt auch verstärkt über unsere Aktivitäten informieren, da im letzten Jahr viele wichtige Prozesse angestoßen wurden", so Siegel weiter.

Darüber hinaus wurde auch das beratende Sprechergremium neu besetzt, so dass den neuen Sprechern eine breite, inhaltliche Unterstützung zur Seite gestellt ist.

Inhaltlich standen Für und Wider einer Musterweiterbildungsordnung im Vordergrund. Diese könnte einerseits neue Qualitätsstandards in Weiterbildungen festschreiben, aber z.B. auch weitere Zugangshürden zu Teilen des Psychotherapeutenberufes schaffen. Letzteres sahen die InstitutssprecherInnen kritisch, führen doch die hohen Ausbildungskosten und die z.T. ganz fehlende Bezahlung schon heute zu einer erheblichen wirtschaftlichen Belastung des psychotherapeutischen Nachwuchses in NRW. Gerade auch vor diesem Hintergrund wurde der Gesetzesentwurf zur Reform der Psychotherapeutenausbildung grundsätzlich begrüßt und befürwortet, wenn auch weiterhin punktuelle Kritik, beispielsweise bei den Zugansvoraussetzungen, besteht. Den InstitutssprecherInnen NRW ist daran gelegen, diese Punkte nicht in Vergessenheit geraten zu lassen, auch wenn der Entwurf der BPtK dem  BMG bereits vorgelegt wurde.

Auf breite Zustimmung traf das Vorantreiben der dringend notwendigen Änderung der bestehenden Bedarfsplanung für Psychotherapie. Die SprecherInnen sind sich darin einig, dass die derzeitigen Strukturen einen krassen Missstand darstellen und somit eine adäquate und am tatsächlichen Bedarf orientierte Versorgung psychisch kranker Menschen nicht gewährleistet ist.

Hinsichtlich der Aufhebung der Befugniseinschränkungen wurde ebenfalls während des Forums diskutiert. Während die Befugnisse Einweisung in Kliniken, Notfalleinweisungen nach PsychKG sowie die Verordnung von Psychotherapie unterstützenden Heilmitteln als weitesgehend unstrittig gefordert wurden, konnte keine klare Position zur Ausstellung von AU-Bescheinigungen gefunden werden.

Auf einhellige Zustimmung traf hingegen die Empfehlung des 17. Bundespsychotherapeutentages, dass PiAs die Möglichkeit haben sollen Mitglieder der Landespsychotherapeutenkammern zu werden. Gerade vor dem Hintergrund, dass NRW hier gegenüber anderen Bundesländern Nachholbedarf hat, wurde dieser Willensbekundung des Deutschen Psychotherapeutentages begrüßt, da dadurch auch die über 1000 in NRW angehenden PsychotherapeutInnen die Möglichkeit zur eigenen Interessensvertretung in der Landeskammer bekämen.

Das nächste PiA-Forum NRW wird voraussichtlich Anfang November stattfinden.

29.03.2011

Für einen gemeinsamen Beruf der Psychotherapeuten

4. Bundeskonferenz PiA am 22.03.2011 in Berlin

Am 22.03.2011 fand die 4. Bundeskonferenz der Psychotherapeuten in Ausbildung (PiA) in Berlin statt. Es waren 15 PiA-Vertreter aus zehn Bundesländern anwesend. Zentrale Punkte der Diskussion waren die Reform der Psychotherapeutenausbildung, das neue Versorgungsgesetz (Reform der Bedarfsplanung), die Anträge zur Muster-Weiterbildungsordnung auf dem nächsten Deutschen Psychotherapeutentag (DPT) sowie die zukünftige Einbindung der PiA in ihre jeweiligen Landespsychotherapeutenkammern (z. B. unterschiedliche Formen der Mitgliedschaft).

Bei den Wahlen der PiA-Sprecher wurde Florian Hänke in seinem Amt als Sprecher der Bundeskonferenz PiA bestätigt (13 Ja-Stimmen, eine Enthaltung; Berlin). Als stellvertretende Sprecher wurden Stuart Massey Skatulla (13 Ja-Stimmen, eine Enthaltung; Hessen) und Wiebke Rappen (13 Ja-Stimmen, eine Enthaltung; Bremen) gewählt. Die Bundeskonferenz PiA bedankt sich bei Judith Seha für ihr wertvolles Engagement im letzten Jahr.


Nach einem DPT-Beschluss aus dem vergangenen Jahr gibt es neben dem Sprecher der Bundskonferenz nun zwei gleichberechtigte stellvertretende Sprecher. Zudem trifft sich die Bundeskonferenz PiA nun zweimal jährlich. Die Bundeskonferenz PiA diskutierte aus diesem Grund darüber, wie das Gremium in Zukunft arbeiten soll, um die neuen Chancen zur Zusammenarbeit optimal zu nutzen. Geplant ist, zukünftig stärker in Arbeitsgruppen zu verschiedenen Themen zu arbeiten.


In einem kurzen Bericht stellten die PiA-Sprecher fest, dass 2010 ein sehr arbeitsintensives und spannendes Jahr für die Bundes-PiA-Vertretung war und das Gremium zunehmend um Stellungnahmen gebeten wird. Auf dem 16. DPT wurde eine historische Entscheidung zur Reform der Psychotherapeutenausbildung getroffen. Die Bundeskonferenz PiA hatte sich für eine solche Reform ausgesprochen und ein Statement der Bundeskonferenz PiA an die Delegierten des DPT geschickt. Auf dem 17. DPT hatte die Bundeskonferenz PiA erstmals eigene Anträge erfolgreich eingebracht. Zurzeit verfolgt die Bundeskonferenz PiA gespannt die Gespräche zwischen den Hoch- und Fachhochschulvertretern der Bereiche Soziale Arbeit/Pädagogik mit dem Vorstand der Bundespsychotherapeutenkammer über die aktuellen Zulassungsvoraussetzungen zur Psychotherapeutenausbildung. Die Bundeskonferenz PiA bekräftigte, dass sie sich für einen gemeinsamen Beruf der Psychotherapeuten einsetzt, der psychologische sowie pädagogische Zugänge berücksichtigt. Zudem muss durch eine Reform in jedem Falle die psychotherapeutische Versorgung für Kinder und Jugendliche nachhaltig gesichert werden. Von berufspolitischen Ränken nahm die Bundes-PiA-Vertretung Abstand.

 

12.12.2010

Bericht zum 17. Deutschen Psychotherapeutentag: Deutscher Psychotherapeutentag stärkt die PiA-Bundeskonferenz und die Einbindung von PiA in die Psychotherapeutenkammern.

Am 13. November fand in Hannover der 17. Deutsche Psychotherapeuten-Tag statt. Neben einer ausführlichen Diskussion der Reform der Psychotherapeutenausbildung sind insbesondere zwei weitere Beschlüsse für PiA relevant, welche im Vorfeld ausführlich von der PiA-Bundeskonferenz vorbereitet und dann über PiA-Delegierte des DPT eingebracht wurden.
Der erste erfolgreiche Antrag diente einer Stärkung der PiA-Bundeskonferenz. Zum einen kann nun nach Rücksprache mit dem Vorstand der BPtK die PiA-Bundeskonferenz auch mehr als einmal pro Jahr stattfinden. Die dadurch entstehenden Kosten werden durch die Landeskammern und die BPtK getragen. Zum anderen werden nun zwei statt drei stellvertretende PiA-Sprecher durch die Bundeskonferenz gewählt. Diese beiden organisatorischen Verbesserungen waren aufgrund der hohen Arbeitsbelastung der PiA-Sprecher und zur Verbesserung eines besseren Austausches der bundesweit berufspolitisch aktiven PiAs notwendig geworden. Ein dritter Antragspunkt zur Einführung einer regelmäßigen Aufwandsentschädigung der PiA-Bundessprecher wurde aufgrund einer damit verbundenen notwendigen Satzungsänderung bereits am Vorabend des DPT von PiA-Seite zurückgezogen.
Der zweite PiA-Antrag betraf die Mitgliedschaft der PiAs in den Psychotherapeutenkammern. Hier gibt es aktuell bundesweit sehr unterschiedliche Regelungen. So haben PiAs in Hamburg und Baden-Wüttemberg einen Mitgliedsstatus mit sowohl aktivem als auch passivem Wahlrecht, während es beispielsweise in den Ländern der ostdeutschen Psychotherapeutenkammer noch keinerlei Mitgliedsmöglichkeit bzw. PiA-Vertretung gibt.
Der 17. Deutsche Psychotherapeutentag gab nun „seinem Wunsch Ausdruck, dass die PsychotherapeutInnen in Ausbildung (PiA) zukünftig Mitglieder in den Landespsychotherapeutenkammern werden. Die Vorstände und Delegierten der Landespsychotherapeutenkammern werden gebeten, sich für landesrechtliche Regelungen einzusetzen, die die Kammermit-gliedschaft von PiA ermöglichen. Der Mitgliedsbeitrag von PiA sollte mit Hinblick auf die schwierige Finanzierungssituation während der Ausbildung bis auf weiteres kostenfrei sein“.
Auch wenn die für die Landeskammern kein verbindlicher Beschluss zur Umsetzung einer allgemeinen PiA-Mitgliedschaft ist, da für die Mitgliedschaft in den Psychotherapeutenkammern, als Körperschaften des öffentlichen Rechts, die Heilberufsgesetze der Länder durch die jeweiligen Landesregierungen geändert werden müssten, so wird aber deutlich, in welche Richtung sich die Kammern einsetzen sollen.
Aus PiA-Sicht war der DPT also insgesamt sehr erfolgreich, da er sowohl die berufspolitische Vertretung als auch die Akzeptanz aller PiAs als potentielle gleichwertige Mitglieder der Kammern gestärkt hat.
Weitere Informationen im Bericht der BPtK

07.11.10

Bericht zum 7. PiA-Forum NRW

Am 07.11.10fand in den Räumlichkeiten der APP in Köln das 7. PiA-Forum NRW statt. Eingeladen waren alle Institutssprecher der Nordrheinwestfälischen Ausbildungsinstitute.
Im Bericht der PiA-Sprecher informierten diese die teilnehmenden Institutssprecher über Besuche und Inhalte verschiedener Veranstaltungen wie der PiA-Bundeskonferenz (Versammlung der PiA-Landesvertreter), der Psychotherapeutenkammer-Versammlung NRW sowie dem Ausbildungsgipfel in Berlin, an welchem Vertreter verschiedener Interessengruppen teilnahmen, um sich über den Gesetzesentwurf zur Psychotherapeutenausbildung auszutauschen. Weiter beinhaltete der Bericht den aktuellen Stand zur Novellierung des Psychotherapeutengesetzes innerhalb der Berufspolitik.
Im Anschluss folgte eine Diskussion zur Reform des Psychotherapeutengesetzes bzw. der Psychotherapieausbildung: Die beiden Themen Zugangsvoraussetzungen sowie die Frage nach ein oder zwei Berufen (für Erwachsene vs. Kinder und Jugendliche) wurden eingängig diskutiert. Weiter wurde festgestellt, dass die Bundesregierung derzeit der Novellierung leider keine Priorität einräumt, auch wenn die Notwendigkeit hierzu eingesehen wurde. Die Diskussion findet daher vorrangig innerhalb der Berufsgruppe der Psychotherapeuten statt. Im Forum selbst wurden anschließend die Praktische Tätigkeit 1 und die damit verbundenen, dringend notwendigen Verbesserungen (angemessene Vergütung, angemessene Begleitung, ausreichende Einarbeitungszeit sowie das Maß der zu tragenden Verantwortung) sowie der Austausch wichtiger Lernerfahrungen diskutiert ( wie z.B. arbeiten in einem interdisziplinären Team, zeitlich verantwortungsgerechte Übernahme von Verantwortung, Notwendigkeit eines eigenen Arbeitsplatzes).
Eine Debatte über die Schwierigkeit einen Kassensitz nach der Approbation zu bekommen war ein weiterer zentraler inhaltlicher Punkt des 7. PiA-Forums NRW. Diskutiert wurden  konkrete Möglichkeiten wie z.B. Jobsharing, Erwerb eines halben Kassensitzes, arbeiten im Angestelltenverhältnis oder die Abrechnung über das Kostenerstattungsverfahren. Weiter sprachen sich die Institutssprecher für eine verbesserte Vernetzung approbierter Psychotherapeuten aus, um das Problem brachliegender Kapazitäten im KV-System langfristig zu verringern. In diesem Zusammenhang wurde der Beschluss gefasst, dass die PiA-Sprecher NRW sich auf der nächsten PiA-Bundeskonferenz dafür einsetzen, dass diese nach ihren Möglichkeiten beim nächsten DPT (12.05.2011) beantragt, dass die BPtK sich stärker für das Aktivieren vorhandener  Kapazitäten im KV-System engagiert.
Ausführlichere Informationen zu den Inhalten sind im angehängten Protokoll zu finden:
Protokoll_des_7._PiA_Forum_NRW_am_7.11.2010_im_K_ln.pdf

18.05.2010

Bericht zur 3. PiA-Bundeskonferenz

Am 28.4.2010 fand in Berlin die 3. PiA-Bundeskonferenz statt. Die Verbesserung der Arbeits- und Ausbildungsbedingungen, die Sicherstellung einer angemessenen Vergütung der Tätigkeiten während der Ausbildung und die Schaffung eines gesicherten berufsrechtlichen Status hat für die PiAs z.Zt. die größte Priorität in der Debatte um die Reform der Psychotherapieausbildung.

Auf der PiA-Bundeskonferenz waren fast alle Bundesländer vertreten – viele sowohl mit einem PiA-Vertreter für die Psychologischen Psychotherapeuten als auch für die Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten. Die Ostdeutsche Psychotherapeutenkammer wurde unter Zustimmung des Gremiums von einem PiA-Vertreter eines großen Ausbildungsinstituts vertreten, da die Kammer dort die Gründung einer PiA-Vertretung nicht zu unterstützen bereit ist, was scharf kritisiert wird.

Inhaltlich wurde nach einem Grußwort des Vorstands der BPTK und einem Bericht des bisherigen Sprechers der PiA-Bundeskonferenz Jürgen Tripp über die Frage der Reform der Psychotherapieausbildung und insbesondere über die Frage eines einheitlichen Berufs des "Psychotherapeuten" diskutiert. Die PiA-Bundeskonferenz hat über diesen Punkt intensiv diskutiert und empfiehlt, breite Zugangsvoraussetzungen auf Masterniveau für die Ausbildung vorzusehen.

Die PiA-Bundeskonferenz empfiehlt eine Novellierung des PsychThG und der Ausbildungs- und Prüfungsordnung (PsychThG-APrV). Höchste Priorität hat für die PiAs dabei z.Zt. eine Verbesserung der Arbeits- und Ausbildungsbedingungen sowie eine angemessene Vergütung der Tätigkeiten während der Ausbildung. Die Praktische Tätigkeit sollte curricular ausgestaltet werden. Es wurde ein gemeinsames Statement der PiA-Bundeskonferenz zur Reform der Psychotherapieausbildung für den 16. Deutschen Psychotherapeutentag am 8.Mai in Berlin verfasst. (PiA_Statement_DPT.pdf)
Zum Sprecher der PiA-Bundeskonferenz wurde Florian Hänke (Berlin, PP) gewählt (13 Ja- Stimmen, 3 Enthaltungen, keine Gegenstimme). Zur Stellvertreterin wurde Judith Seha gewählt (NRW, KJP). Sie erhielt 14 Ja-Stimmen bei 2 Enthaltungen und keiner Gegenstimme.
Die PiA-Bundeskonferenz bedankt sich bei dem bisherigen Sprecher der Bundeskonferenz, Jürgen Tripp, und seiner Stellvertreterin Christian Götze

Florian Hänke
PiA-Vertreter der Berliner Psychotherapeutenkammer
Sprecher der PiA-Bundeskonferenz

08.05.2010

Bericht zum 6. PiA-Forum NRW

Am 18.04.2010 fand in den Räumlichkeiten der APV in Münster das 6. PiA-Forum NRW statt. Eingeladen waren alle Institutssprecher der Nordrheinwestfälischen Ausbildungsinstitute. Neben dem Dauerthema der Reform der Psychotherapieausbildung stand die Übergabe von Kassensitzen auf der Tagesordnung. Hierzu gab es einen ausführlichen und informativen Vortrag von Herr Dittmann, Niederlassungsberater der KV-Westfalen-Lippe.
Herr Dittmann informierte zunächst über die Aufgaben und Ziele der KV. Danach stellte er verschiedene Einstiegsmöglichkeiten wie Job-Sharing, Kauf von halben Kassensitzen oder die Anstellung in einer Praxis vor. Es wurde deutlich, dass es auch im Bereich Westfalen-Lippe eine große Diskrepanz zwischen Abgebenden und Suchenden Psychotherapeuten gibt. Gerade aus diesem Grund ist es wichtig, dass niedergelassene Kollegen über neue Möglichkeiten bei der Weitergabe von Kassensitzen und Anstellungsmöglichkeiten von jungen Kollegen informiert werden.
Im Bericht der PiA-Sprecher NRW wurde schwerpunktmäßig auf die Diskussionsprozesse im Berufsstand hinsichtlich der Reform der Ausbildung im vergangenen Jahr eingegangen. Dieses Thema wurde in der anschließenden Diskussion vertieft. Dabei sprach sich das PiA-Forum erneut für einen Zugang auf Masterniveau, eine leistungsgerechte Vergütung, sowie die Einführung einer eingeschränkten Behandlungserlaubnis aus. Ein Meinungsbild wurde auch bezüglich der Überlegung einer einheitlichen Approbation erhoben. Auf der Grundlage des von der Bundespsychotherapeutenkammer vorgeschlagenen „common trunk“ Modells würde damit ein Beruf des Psychotheapeuten anstelle der Berufe des Psychologischen Psychotherapeuten und des Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten geschaffen. Tendenziell befürworteten die PiA das vorgeschlagene Modell.
In diesem Zusammenhang fand eine ausführliche Debatte über die Zugangsvoraussetzungen statt. Das PiA-Forum NRW konnte hierzu noch keine eindeutige Position formulieren.

Abschließend standen auch die Neuwahl des Sprechergremiums und der PiA-Sprecher NRW auf der Tagesordnung. In das neue Sprechergremium wurden Felix Jansen, Robin Siegel, Gudrun Kürten und Thomas Geldmacher (alle VT, PP), Sonja Loske und Claudia Groneick (TP/PA, PP), Judith Seha und Sonja Plassmann (VT, KJP), sowie Susanne Bockenheimer (TP/PA, KJP) gewählt. Robin Siegel und Judith Seha wurden als Sprecher und Stellvertreterin wiedergewählt. Allerdings konnte auch der Posten des 2. Stellvertreters wieder besetzt werden. Als 2. Stellvertreter wurde Felix Jansen gewählt. Das nächste Treffen wird voraussichtlich im Oktober/November 2010 stattfinden.

04.01.2010

Neue Webseite und Fortbildungsprogramm der Psychotherapeutenkammer NRW online

Seit heute ist die neue Webseite der Psychotherapeutenkammer NRW online (www.ptk-nrw.de) online. Auf ihr findet sich auch das Fortbildungsprogramm u. a. mit Fortbildung zur Übergabe von Kassensitzen. 

Fortbildungsprogramm der Psychotherapeutenkammer NRW


keine vorhergehende SeiteHomeE-Mailvor zu Archiv